Warum ich nicht an Zufälle glaube „und du es auch nicht tun solltest“ | Schicksal
14. Oktober 2021 - by

Warum ich nicht an Zufälle glaube „und du es auch nicht tun solltest“

Glaubst du an das Schicksal?

Dass du zu einem bestimmten Zeitpunkt an jenem Ort bist, um das zu erleben, was genau jetzt dort passiert? Dass du Menschen triffst, weil du sie treffen sollst, um vielleicht zu lernen – entweder du von ihnen und sie von dir?
Dabei können manchmal fünf Minuten entscheidend sein – die Zeit, in der du kurz den Müll runterbringst – eine Verzögerung, die im Nachhinein dein Leben verändert hätte.

Glaubst du, dass trotzdem alles so passieren sollte, wie es passiert ist? Dass es ein großes Ganzes gibt, das uns alle verbindet?

Wie 5, 15, 30 Minuten oder eine Woche – früher oder später – dein Leben möglicherweise verändert hätten.

5 Minuten hin oder her können so unbedeutend und doch prägbar sein. Fünf Minuten können entscheiden, ob du einen Menschen triffst oder nicht, du schreibst eine Satz auf ihrer Lebensseite sowie sie in deiner. Manchmal sind sie einprägsam, lehrreich und manchmal sind sie von großer Tragweite für den Rest deines Lebens und das anderer Menschen. Die folgenden Ereignisse sind tatsächlich passiert.

Du fährst an einem Samstag zum Supermarkt

Ein typischer Pflichttermin, den du mal eben erledigen willst. Zielstrebig einkaufen und dann direkt wieder nach Hause fahren. Du stehst an einer roten Ampel und fährst auf den wie jeden Samstag überfüllten Parkplatz. Viele Besucher, chaotischer Verkehr und zack baust du einen Leichtsinns-Unfall. Niemand ist verletzt und der Schaden am Auto ist nur minimal. Du hast Kontakt mit fremden Menschen und diese mit dir.

5 Minuten… Wärst du fünf Minuten früher losgefahren, hättest du an der Ampel nicht warten müssen, du wärst früher auf dem Parkplatz gewesen und der Unfallbeteiligte noch nicht da gewesen. Du wärst weder in den Unfall verwickelt gewesen, noch hättest du mit diesen Menschen Kontakt gehabt. Du hättest nicht gelernt, zukünftig achtsames Auto zu fahren und mit deinen Gedanken im jetzigen Moment zu bleiben.

Du möchtest deine Großeltern besuchen

Fahre ich heute oder doch erst nächste Woche zu ihnen, du entscheidest dich aber für heute. Ihr verbringt einen schönen Nachmittag und deine Großeltern sind glücklich, weil du da bist, und du fühlst dich gut, weil du ihnen das Wertvollste für sie gibst: deine Zeit. Drei Tage später stirbt deine Oma.

Hättest du sie erst nächste Woche besucht, wärst du nicht nur traurig, weil sie tot ist, sondern von Schuldgefühlen geplagt, weil du sie nicht mehr besucht hast. Nun bist du zwar traurig, aber unglaublich dankbar und froh, dass du sie noch einmal gesehen und mit ihr Zeit verbracht hast. Und sie war glücklich mit dir, bevor sie starb.

Du bist auf dem Weg zum Flughaften, um in den Urlaub zu fliegen

Schwerer Unfall mit einem Verletzten auf der Autobahn und dadurch eine Vollsperrung. Durch diesen Unfall steckst du jetzt im Stau fest und wirst wahrscheinlich deinen Flieger nicht mehr erreichen. Als du den Check-in-Schalter erreichst, sagt man dir, dass du zu spät bist und das Boarding abgeschlossen ist. Du bist wütend und frustriert. Zwei Stunden später erfährst du, dass genau dieses Flugzeug abgestürzt ist und es keine Überlebenden gibt.

Wäre der Unfallverursacher 30 Minuten früher losgefahren, hätte er keinen Unfall gehabt, du wärst nicht in die Vollsperrung geraten, du wärst pünktlich gewesen und mit dem Flugzeug abgestürzt.

Wärst du 30 Minuten früher gefahren, wärst du ebenfalls rechtzeitig am Flughafen angekommen und nun nicht mehr am Leben. Deine Familie und Freunde würden trauern. All das ist dir und den Beteiligten erspart geblieben, weil du zu spät warst und einer einen Unfall gebaut hat, der nun schwer verletzt ist. Seine Familie hat nun eine schwere Zeit.

Du triffst zufällig eine alte Bekannte

Sie joggt dir im Park entgegen. Ihr habt euch ewig nicht gesehen, tauscht Kontaktdaten aus und verabredet euch. Aus einer Verabredung werden mehrere. Nach einigen Woche seid ihr ein Paar und bis heute glücklich zusammen.

Wäre sie zehn Minuten später losgegangen, weil sie noch zwei WhatsApp-Nachrichten beantworten musste, hättet ihr euch nicht getroffen und wärt nicht zusammengekommen. Du würdest nicht das lernen, was du durch sie in dieser Beziehung lernen kannst und sie durch dich.

Du triffst die Entscheidung, dein Schicksal formt den Weg

Jeder Mensch, der dir begegnet und jede Situation, die du antriffst, sind nur so, weil du zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort warst.

Jede Entscheidung, die deinen Weg in die Öffentlichkeit zur Folge hat, zu früh, pünktlich oder zu spät, beschert dir eine andere Situation und diese wird seine Kreise ziehen, Menschen am Rande streifen oder ihren Lebensmittelpunkt treffen.

Bewusst oder unbewusst schreibst du in ihr Lebensbuch, so wie sie in deines – wie der fremde Unfallverursacher, durch den du zu spät zum Flughafen gekommen bist.

Ich persönlich glaube, dass dein Leben dazu da ist, um dich zu entwickeln und um der zu werden, der du sein kannst und ich glaube, dass dein Leben zu Ende ist, wenn deine Lektionen für dieses Leben gelernt sind.

Das Schicksal bietet dir die Chancen, zu lernen, was du lernen sollst um zu wachsen. Vor allem durch tiefgreifende Veränderungen, aber auch durch die kleinen Lehrstunden des Lebens. Angepasst an deine Entscheidungen, wird dir die Lektion in einer passenden Form begegnen. Angepasst an deine innere Haltung, wird dir das widerfahren, was du noch lernen sollst – wie der Unfall auf dem Parkplatz vom Supermarkt.

Hast du eine Lektion gelernt, wird sie dir nicht mehr passieren. Denn wenn du lernst und wächst, verändern sich auch die Ereignisse um dich.

Du bekommst das, was du zum Wachsen brauchst. Ob du deine Lektion lernst, das liegt ganz alleine an dir.

Wie ist es mit dir?

Gibt es für dich ein größeres Ganzes, unter dem wir uns alle bewegen oder ist alles für dich Zufall? Hast du Erlebnisse, die für dich Schicksal waren?

Ich freue mich sehr auf deine Meinung!

 

Foto: Nicole Herr

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